UNSERE FREIZEIT FÜR IHRE SICHERHEIT

Freiwillige Feuerwehr Gattersdorf einst und jetzt.
2008 wurde das 120-Jahr-Jubiläum gefeiert.

Das Ende des 19. Jahrhunderts war für die Umgebung von Gattersdorf durch viele Brandkatastrophen gekennzeichnet. Als dann im Jahre 1888 gar die ganze Ortschaft Aich abbrannte, entschloss sich die Ortsbevölkerung unter der Initiative von Johann Kullnig, Schuldirektor in St. Franzisci, im selben Jahr zum Ankauf einer Feuerspritze. Dies war der Beginn des organisierten Löschwesens in Gattersdorf. Die offizielle Gründung der Feuerwehr mit Überreichung der Statuten durch die k&k Landesregierung in Klagenfurt erfolgte dann am 19. August 1898.

Waren es in der Gründerzeit 30 Männer der 35 Hausnummern umfassenden Ortschaft, die bereit waren, nach dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ zu bergen, zu schützen und zu retten, so sind es heute an die 50 freiwilligen Helfer.

Im Jahre 1937 wird über Initiative von Alt-Feuerwehrhauptmann Hermann Groß die erste Wasserleitung in Gattersdorf errichtet. An das Rohrnetz wurden fast alle Haushalte in Gattersdorf und drei Hydranten angeschlossen.

Die alte Handspritze wurde erst nach 75-jähriger "Dienstzeit" in den Ruhestand versetzt, denn erst 1963 erhielten wir unsere erste Motorspritze. Sie wurde auf einem Anhänger mit einem Traktor transportiert. Das alte im Jahre 1905 errichtete Spritzenhaus war schon sehr sanierungsbedürftig und für die Menge an Gerätschaften viel zu klein. So wurde 1981 ein neues Rüsthaus errichtet und damit genügend Platz für Geräte und Ausrüstung geschaffen. Seit 1983 verfügen wir über ein Kleinlöschfahrzeug. Die alte Tragkraftspritze RL 25 hatte ausgedient und von der Stadtgemeinde Völkermarkt wurde uns 1993 eine neue „Ziegler“ Tragkraftspritze inklusive einem kleinen Stromaggregat zur Verfügung gestellt.

Mit der Installierung der Funkalarmsirene im Jahre 1985 und der Inbetriebnahme der Landesalarm- und Warnzentrale, vorher funktionierte die Verständigung der Wehrmänner mündlich und nach dem Krieg durch eine Handkurbelsirene bzw. ab 1954 durch händische Betätigung der elektrischen Sirene, häufen sich die Einsätze immer mehr.

Neben den Brandeinsätzen muss die Wehr immer wieder bei Hochwasser in Aktion treten, das durch den Diexer Bach und den Gattersdorfer Bach verursacht wird. Was weiters anfällt, sind Hilfeleistungen, technische Einsätze und manchmal Suchaktionen. Zum Verantwortungsbereich gehört auch ein Abschnitt der Seeberg Bundesstraße zwischen Völkermarkt und Brückl, auf dem viele gefährliche Güter transportiert werden. Im Übrigen gehören sieben Ortschaften und einige Berggehöfte zum Aufgabenbereich der Wehr.

Text: FF Gattersdorf (HV Trampitsch Rudolf)